Schadenfotos: systematisch statt zufällig
Lerne, wie aus einzelnen Bildern eine verständliche Dokumentation wird – für Privatkunden, Werkstätten und Fotopartner.
Erst die Situation klären, dann dokumentieren.
Nimm Bilder nur auf, wenn Fahrzeug und Umgebung sicher zugänglich sind. Eine Fotodokumentation darf dich oder andere nicht gefährden. Für die Schadenaufnahme musst du nichts demontieren, aufbocken oder unter ein ungesichertes Fahrzeug greifen. Technische Untersuchungen gehören in fachkundige Hände.
Fotografiere möglichst bei gleichmäßigem Licht. Reinige die Kameralinse, halte das Smartphone ruhig und kontrolliere die Schärfe. Starke Spiegelungen, extreme Nahaufnahmen und dunkle Bilder können die Einordnung erschweren.
Vom ganzen Fahrzeug zum einzelnen Schaden.
- Übersicht: Zeige das Fahrzeug von mehreren Seiten. Der Bearbeiter muss erkennen können, wo sich der Schaden befindet.
- Mittlere Distanz: Fotografiere das betroffene Bauteil zusammen mit seinen angrenzenden Bereichen. So bleibt die Position verständlich.
- Details: Ergänze gut erkennbare Aufnahmen von Verformungen, Kratzern und Bruchstellen. Mehrere Blickwinkel können helfen.
- Kontrolle: Prüfe, ob die Dateien scharf sind und zum richtigen Vorgang gehören. Unklare Beobachtungen beschreibst du als Frage.
Was du an den Bildern verändern solltest – und was nicht.
Übermittle für die fachliche Beurteilung die unveränderten Originalaufnahmen. Filter, KI-Retuschen, künstliche Schärfung oder dramatische Farblooks können die Beurteilung von Lack, Verformungen und Details erschweren. Die stilisierten Bilder auf unserer öffentlichen Website dienen der Darstellung; sie ersetzen keine Original-Schadendokumentation.
Fotografiere unbeteiligte Personen und fremde Dokumente möglichst nicht mit. Kennzeichen und Fahrzeugdaten, die für deinen eigenen Auftrag benötigt werden, übermittelst du ausschließlich im geschützten Fall. Veröffentliche solche Unterlagen nicht in sozialen Medien.
Die Fotos in UNFALLX Connect einreichen.
Lege zunächst einen Entwurf an und trage Fahrzeug, Unfallort, Datum und Hergang ein. Lade dann die Bilder in den passenden Vorgang. Die App nimmt JPG, PNG, WebP und Dokumente als PDF an. Pro Datei sind bis zu 6 MB möglich; pro Fall maximal 60 Dateien und insgesamt 180 MB.
Kontrolliere die Angaben und reiche den Fall ausdrücklich ein. Bei einer Rückfrage kannst du fehlende Aufnahmen ergänzen. Aus Fotos allein lässt sich nicht jeder verdeckte Schaden beurteilen; unser Team entscheidet, welche weiteren Schritte nötig sind.
Schaden selbst aufnehmen → Fotodokumentation im Kurs üben